Die 10 wichtigsten Tipps für gute Pressetexte

von Sonja Appold

Junge Frau sitzt vor dem PC und freut sich beim Pressetext schreiben.
Um gute Pressetexte zu schreiben, sollten Sie einige Regeln beachten.

Schreiben kann fast jeder. Doch einen guten Pressetext zu verfassen, ist nicht so einfach, wie es manchen scheint. Die Folge: Täglich landen unzählige Unternehmensmeldungen ungelesen im Papierkorb. Damit Ihre Mitteilung gelesen wird, sollten Sie einige Dinge beachten:

  1. Die Überschrift muss überzeugen. Immerhin wollen Sie, dass der Leser Ihnen seine kostbare Zeit schenkt. Schreiben Sie gleich in der Headline, warum. Die Überschrift sollte sich aus der Masse hervorheben und aufmerksamkeitsstark sein. Denken Sie daran: Ihr Text konkurriert mit vielen anderen Artikeln, ob in der Zeitung oder im Internet. Sie brauchen deswegen eine Überschrift, die neugierig macht und überzeugend wirkt.
  2. Gute Pressetexte sind klar und logisch strukturiert. Springen Sie nicht hin und her. Dann springt der Leser ab. Sie kennen das Prinzip sicher noch aus Schulaufsätzen: Der rote Faden sollte erkennbar sein und durch den Text leiten.
  3. Zwischenüberschriften geben Orientierung. Besonders in Texten für das Internet dürfen Sie auf gut gegliederte Absätze mit passenden Überschriften nicht verzichten. Viele User überfliegen den Text nur und orientieren sich an den Zwischenüberschriften. Wenn diese gut geworden sind, bleiben die Leser hängen und lesen den ganzen Absatz.
  4. Aufzählungen bringen die Dinge in guten Pressetexten auf den Punkt. Listen schaffen Klarheit. Sie dürfen allerdings nicht so lang sein, dass der Leser das eigentliche Thema vergisst. Drei bis fünf Aufzählungen im Fließtext stören nicht und sind aufmerksamkeitsstark. Setzen Sie bei Aufzählungen Bullet Points ein, um das Lesen leichter zu machen.
  5. Lange Schachtelsätze liest niemand. Auch Aneinanderreihungen von Fachbegriffen und Fremdworten erschweren das Lesen. Hier gilt die Faustregel: „In der Kürze liegt die Würze.“
  6. Überlegen Sie gut, für welches Medium Sie schreiben. Web stellt ganz andere Anforderungen als Print. Online-Texte sollten für Suchmaschinen optimiert sein. Außerdem spielt das veränderte Leseverhalten am Bildschirm eine wichtige Rolle. Werden Ihre Online-Inhalte eher auf Smartphones, Tablets oder Monitoren gesehen? Bedenken Sie: Bei der Informationsflut, die den Leser online täglich begegnet, wird selektiv gelesen. Das heißt, in den seltensten Fällen hält der User von Anfang bis Ende durch. Lange Texte werden besonders am Smartphone meist überflogen. Der Leser sucht sich durch die Zwischenüberschriften die Absätze mit den für ihn relevanten Informationen.
  7. Nennen Sie das Wichtigste zuerst. Die wichtigste Regel vor allem bei Online-Texten. Wenn der Leser nicht sofort erfasst, worum es geht, wird er nicht weiterlesen. Für gute Pressetexte gilt das Prinzip der umgekehrten Pyramide. Die wichtigsten Informationen sind an der Spitze, danach vertiefen Sie weiter. Und gute Texte können von hinten gekürzt werden, ohne dass sie komplett neu gestaltet werden müssen.
  8. Sind Ihre Inhalte wirklich für den Leser relevant? Achten Sie auf einen echten Nachrichtenwert. Viele Unternehmen verfassen Beiträge, die nur Insider verstehen und interessant finden. Überlegen Sie, bevor Sie schreiben: Welches Problem oder Bedürfnis hat Ihr Kunde, das Sie mit Ihren Produkten lösen? Wollen Sie nur informieren oder tatsächlich Problemlösungen bieten? Schreiben Sie nicht, nur um mal wieder in den Medien zu sein. Sie sollten auch wirklich etwas Wichtiges mitteilen.
  9. Schreiben Sie nicht in Superlativen. Das wirkt unseriös. Auch die ständige Wiederholung Ihres Unternehmens- und Produktnamens schreckt ab – und zwar nicht nur den Leser, sondern auch den Redakteur, der über eine Veröffentlichung entscheidet. Halten Sie sich dezent im Hintergrund und überzeugen Sie durch Kompetenz, Relevanz und Informationen.
  10. Richtige Rechtschreibung ist unverzichtbar. Fehlerhafte Texte zeugen von fehlender Professionalität. Eine grammatikalisch und orthografisch korrekte Schreibweise ist daher unverzichtbar. Rechtschreibprogramme sind dafür sehr nützlich und sollten unbedingt eingeschaltet sein. Korrigieren Sie aber nicht nur am Bildschirm. Drucken Sie Ihren Text aus. Dann werden Fehler nicht so leicht übersehen. Unser Tipp: Lassen Sie immer einen Kollegen gegenlesen. Wer einen Text geschrieben hat, überliest schnell die Fehler. Das Gehirn foppt uns oft: Wir wissen, was dort stehen soll, und meinen, das entsprechende Wort zu sehen.  Dagegen hilft ein alter Korrektur-Trick: Lesen Sie Ihren Text von hinten nach vorn, Wort für Wort. Dann entdecken Sie die meisten Buchstabendreher und Tippfehler.

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